Ökumenisches Abendläuten

Als Hoffnungszeichen gibt es ab sofort bis zum 26. Dezember ein ökumenisches Abendläuten um 19.30 Uhr. Die Glocken unserer Kirchen laden zu einem Moment der Besinnung und des Gebetes ein und wollen ein Zeichen der Ermutigung sein. Folgendes Gebet senden uns hierzu die evangelsiche und römisch-katholische Kirche:

 

Treuer und barmherziger Gott, vor Dich bringen wir alles, was uns in diesen Tagen und Wochen
bewegt: unsere Sorgen und Ängste, aber auch unsere Hoffnung und Zuversicht.
Nach wie vor bestimmt Corona unsere Gefühle, unseren Alltag, unser Zusammenleben.
Die kürzer werdenden Tage, die zunehmende Kälte und der aufsteigende Herbstnebel
sie sind wie sichtbare Zeichen der Angst, der Einsamkeit und der Verunsicherung in uns.
Wir bringen vor Dich die vielen Menschen,
die sich fürchten, sich mit dem Virus anzustecken,
und die sich um das Wohlergehen ihrer Familie und Freunde sorgen;
die darunter leiden, dass sie zu anderen auf Abstand gehen müssen
und um ihrer Mitmenschen wi
llen in ihrer Freiheit eingeschränkt sind.
die um ihren Arbeitsplatz bangen, in ihrer wirtschaftlichen Existenz bedroht sind
oder ihre Bildungs- und Berufschancen gefährdet sehen.
Treuer und barmherziger Gott, wir bitten Dich um
Heilung für alle, die
an Corona erkrankt sind, und um Zuversicht für ihre Angehörigen;
die Erfahrung Deiner tröstenden Gegenwart für alle alten, kranken und einsamen Menschen;
das Leben in Fülle für alle Verstorbenen, an die wir in dieser Jahreszeit besonders denken;
um Kraft für die, die haupt- und ehrenamtlich für andere da sind
– in Kliniken, Altenheimen, Behinderteneinrichtungen und Nachbarschaftshilfen;
die richtigen Worte für alle Seelsorgerinnen und Seelsorger,
die den Menschen gerade auch in dieser Zeit Deine frohma
chende Botschaft zusagen;
um Ideenreichtum und Kreativität für alle, die nach Wegen suchen,
unsere Kirchen offenzuhalten und Kirche erfahrbar zu machen;
Halt für die, die durch Corona in wirtschaftliche Not geraten sind;
die richtigen Entscheidungen für alle, die in Politik und Gesellschaft Verantwortung tragen;
um den Geist der Solidarität und Fürsorge für uns
– und alle, die noch dazu unter Krieg und Verfolgung, Terror und Flucht leiden;
die Einsicht, dass jede und jeder von uns sich selbst zurückzunehmen muss,
um das Leben anderer zu schützen.
Treuer und barmherziger Gott, Du bist das Licht, das alle Dunkelheiten unseres Lebens erhellt.
Du schenkst Hoffnung und Zuversicht, wenn wir nicht weiterwissen.
Du weckst in uns die Bereitschaft, füreinander einzustehen.
Dich loben und preisen wir alle Tage unseres Lebens bis in Ewigkeit. Amen.
Mit allen Christinnen und Christen auf der ganzen Erde beten wir:
Vater unser im Himmel …

Geschrieben von Ulrich Zumbusch am 12. November 2020

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